Oberkrainer Weinfest 2013 in Ruhpolding

Am Mittwoch, den 29. Mai fand der Auftakt zum diesjährigen „Großen Oberkrainer Festival“ in Ruhpolding statt. Bereits zum 7. Mal veranstalteten Peter Grottke, Leo Schlosser und ihr Team eines der größten Oberkrainer Festivals weit und breit. Die erste Veranstaltung dieser Art fand in Irschenberg statt, danach gab es das Festival der Oberkrainermusik 4 Mal in Bernau und letztes Jahr erstmals in der Eissporthalle in Ruhpolding.

Das diesjährige „Oberkrainer Weinfest“ wurde durch „Die lustigen Bergla“, aus Brannenburg eröffnet. Mit Stücken der „Mooskirchner“ wie „Mooskirchner Polka“, „In den Städtchen“, und „Es klingt Musik“, Stücken von „Slavko Avsenik“, „Oberkrainer Power“ und der Gruppe „Juchee“ wie „Immer was zu feiern“ brachten sie Stimmung in die Halle.

Als nächste Gruppe folgte das „Reitertal Quintett“ aus Reit im Winkl. Mit Stücken von „Slavko Avsenik“ wie „Auf der Autobahn“, Stücken der „Mooskirchner“ wie „Mooskirchner Polka“ und Hits wie „Swingende Harmonika“ sorgten sie für gute Unterhaltung.

Danach gab es eine besondere Überraschung für das Publikum. In diesem Jahr fand das erste Mal gleichzeitig mit dem „Großen Oberkrainer Festival“ ein „Oberkrainer Camp“ für junge Oberkrainer Musiker statt. Die Dozenten dieses Camps betraten als „Oberkrainer Camper“ die Bühne.

Niemand anderes als Damir Tkavc, Trompeter der „Alpenoberkrainer“, Thomas Hammerl, Klarinettist von „Oberkrainer Power“, Sandi Jug, Akkordeon Spieler der Gruppe „Juchee“, Mike Oresar, Gitarrist der Gruppe „Igor und seine Oberkrainer“ und Sepp Mattlschweiger, weitum bekannter Baritonprofi spielten zum ersten Mal gemeinsam auf.

Mit Stücken der „Alpenoberkrainer“ wie „Schöne Urlaubszeit“ und „Im Sonnenhof“, Stücken von „Slavko Avsenik“, wie „Am Wasserfall“ und „Am Stammtisch“ begeisterten sie das Publikum und auch die Teilnehmer des „Oberkrainer Camps“ restlos. Natürlich durfte ein Bariton Solo von Sepp Mattlschweiger nicht fehlen, welcher seinen Hit „Burschenfest am Irschenberg“ zum Besten gab. Während dieses Stücks spielte Andreas Wimmer von der Gruppe „Alpensound“ bravourös Ebass.

Die vorletzte Gruppe des Abends war keine geringere als die beliebte Gruppe „Alpensound“ aus Ruhpolding. Anfang Mai präsentierten sie ihre neue CD „Nr. 5“, von welcher auch an diesem Abend viele Stücke wie etwa „Mensch bin ich ein Hund“ und „Musikantentreffen“ vorgetragen wurden. Erwähnenswert ist es, dass „Alpensound“ nur ihre Original Titel spielten und kein Oberkrainer Stück aufgriffen. Auf der neuen CD von „Alpensound“ befinden sich auch ältere Stücke, wie etwa ein Titel der „Kraxenbacher“ und weitere Stücke die zum Teil aus den 1980er Jahren stammen, welche die Gruppe nicht einfach in Vergessenheit geraten lassen möchte. Zum Abschluss wurden alte „Alpensound“ Hits, wie die „Stangei-Polka“, „I liab di“ und „Mei Auto hod a Duin“ gespielt, welche das Publikum restlos begeisterten und die Halle beinahe zum beben brachten.

Als letzte Gruppe des Abends betraten die weitum bekannten „Lechner Buam“ aus Niederösterreich die Bühne. Mit einem abwechslungsreichen Repertoire aus Stücken von Slavko Avsenik, Eigenkompositionen, Evergreens und ihrem unverkennbarem Stil, begeisterten sie das Publikum restlos. Willi Grafeneder bewies mit Solos wie „Bariton Zwerg“ und „Bariton Perlen“ einmal mehr, dass er einer der besten Baritonisten in der Oberkrainer Szene ist. Die „Lechner Buam“ feiern im heurigen Jahre im Rahmen des „8. Traisner Original Oktoberfestes“ ihr 30 Jähriges Jubiläum.

Nachdem die „Lechner Buam“ die Bühne verließen war der Abend scheinbar vorbei, doch kurz darauf begann das „Reitertal Quintett“ unplugged, mitten in der Halle für die verbliebenen Fans eine Zugabe zu spielen.

Nachdem diese Zugabe zu Ende war, gab’s auch noch eine Zugabe der „Oberkrainer Camper“, ebenfalls unplugged an der Oberkrainer Bar. Einige Musikanten vom „Reitertal Quintett“ ließen es sich auch nicht nehmen den ein oder anderen Titel mitzuspielen und verblieben mit den hartgesottenen Oberkrainer Fans bis in die frühen Morgenstunden in der Halle.

Quelle: www.meinbezirk.at


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"Dirndl, Lederhose und Bierhumpen: Das Rottal wird zum Voralpenland"

Dirndl und Lederhose haben Kultstatus. Nicht nur in Alpenregionen, sondern auch im Limpurger Land. Jüngster Beweis: der "Bayerische Abend" in der Kultur- und Festhalle in Oberrot.

Als Stimmungsmacher für diesen kurzweiligen Abend hatte die Landjugendgruppe "Die Lustigen Bergla" ins Rottal geholt. Familie Thalacker hatte die Band während eines Urlaubs im bayerischen Voralpenland entdeckt und war begeistert. Auf diesem Weg kam die Verbindung zur Landjugend Oberrot zustande. Stark im Gesang und instrumental bestens besetzt, zogen die Jungs aus Brannenburg in ihren feschen Trachten alle Register der Stimmungsmusik. Mal traditionell, mal modern bis hin zum Pop. Ihre besondere Stärke: Interpretationen im Stil der Oberkrainer. Erstmals in hiesigen Gefilden zu Gast, konnten die Vollblutmusiker im Lauf des Abends viele Sympathien ernten und sicherlich auch viele neue Fans gewinnen.

Klar, dass bei einem bayerischen Abend Schweinshaxn auf der Speisenkarte stehen. Die gehören ebenso dazu wie große Bierhumpen, Spitzen-Dekolletés, karierte Hemden oder Hosenträger. Das alles schafft Atmosphäre, hebt die Stimmung und fetzt - auch auf der Tanzfläche. Dass die Oberroter ein tanzfreudiges Volk sind, weiß man nicht erst seit den legendären Auftritten der Tanzgruppe der Landjugend. Bemerkenswert auch, dass an diesem Abend alle Altersklassen in der Kultur- und Festhalle vertreten waren. Von wegen, alpenländische oder volkstümliche Schlagermusik sei nur etwas für einschlägig Interessierte oder ältere Semester! Viele junge Dirndlträgerinnen und Herren in Karo-Hemden bewiesen das Gegenteil.

Quelle: Hohenlohener Tagblatt, 08.04.2013